Eiskalte Hände, wackelige Knie, Flimmern vor den Augen – der Griff an die Wand zum Anhalten bewahrt oft vor dem Zusammenklappen.

Eiskalte Hände, wackelige Knie, Flimmern vor den Augen – der Griff an die Wand zum Anhalten bewahrt oft vor dem Zusammenklappen. Die gute Nachricht: So lästig die Beschwerden auch sind – ein zu niedriger Blutdruck ist im Gegensatz zum erhöhten in der Regel ungefährlich. Die Symptome lassen sich meist gut auf natürlichem Weg behandeln. Aber auch wenn ein zu niedriger Blutdruck an sich harmlos ist, sollte immer abgeklärt werden, ob er als Begleiterscheinung von Krankheiten wie zum Beispiel Schilddrüsenunterfunktion, Herzerkrankungen, Diabetes oder Asthma auftritt. In vielen Fällen ist der niedrige Blutdruck jedoch angeboren und daher ein lebenslanger Begleiter.

Werte bei der Blutdruckmessung

Blutdruck zu hoch oder zu niedrig – gemeint ist der arterielle Blutdruck, das heißt, der Druck in den Schlagadern. Mit jedem Schlag pumpt das Herz Blut in die Gefäße. Das strömende Blut übt Druck auf die Arterie aus und die Gefäße dehnen sich. Fließt das Blut weiter, fällt der Druck ab und die Gefäße ziehen sich wieder zusammen. Daher unterscheidet man zwei Blutdruckwerte: Der systolische Wert entsteht, wenn das Blut in die Hauptschlagader gepumpt wird und der diastolische Wert bei der neuerlichen Füllung des Herzens mit Blut. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegen die Normwerte für den Blutdruck bei 120/80 mmHg. Bei Werten unter 110/100 zu 60 spricht man von Hypotonie.

Hypotonie – Minderdurchblutung

Die typischen Symptome der Hypotonie werden verursacht, weil das Gehirn nicht genügend durchblutet wird. Symptome können sein: Sehstörungen, Schwindel, pulsierende Kopfschmerzen, Ohrensausen oder die gefürchtete Ohnmacht. Die geistige Leistungsfähigkeit kann ebenfalls aufgrund schlechter Konzentration und langsamer Reaktion sinken.

Niedriger Blutdruck, hoher Puls

Besonders beängstigend ist es, wenn man unter den Symptomen der Hypotonie leidet und dazu noch Herzrasen spürt. Was so beunruhigend ist, ist allerdings nur eine sinnvolle Erste-Hilfe-Reaktion des Körpers: Um den drohenden Durchblutungsmangel abzuwenden, schlägt das Herz schneller, damit die Blutversorgung aller Organe gewährleistet wird. Der hohe Puls ist also typisch bei zu niedrigem Blutdruck und sorgt dafür, dass auch bei starker Hypotonie der Kreislauf stabil bleibt und alle Organe genügend Nährstoffe bekommen.

Hypotonie durch Medikamente

Niedriger Blutdruck kann auch eine unerwünschte Nebenwirkung von Medikamenten sein. So können beispielsweise Betablocker, Nitrate, Diuretika, Psychopharmaka, Sedativa und Antihistaminika als Nebenwirkung hypotone Kreislaufstörungen auslösen.

 

Mistel, Rosmarin, Ginseng und Weißdorn bei niedrigem Blutdruck

Leichte, den Kreislauf tonisierende Wirkungen werden Extrakten aus Mistel, Ginseng oder Rosmarin zugesprochen. Pflanzliche Herzmittel enthalten auch oft hoch dosierten Trockenextrakt aus Weißdornblättern zur Steigerung der nachlassenden Leistungsfähigkeit des Herzens. Der Alkoholgehalt in Tropfen und Tonika eignet sich zusätzlich kurzfristig zur Steigerung des Blutdrucks. Auf größere Mengen Alkohol sollte man jedoch verzichten, da Alkohol die Gefäße erweitert und den Blutdruck daher noch zusätzlich senken kann.

Schüßlersalze bei Hypotonie

  • Calcium phosphoricum (Nr. 2)
  • Ferrum phosphoricum (Nr. 3)
  • Manganum sulfuricum (Nr. 17)
  • Kalium aluminium sulfuricum (Nr. 20)
  • Einnahme der Tabletten: 3- bis 6-mal täglich 1 bis 3 Tabletten
    Hochdosierung: alle 10 Minuten 1 Tablette

 

Homöopathie gegen Hypotonie

  • Crataegus (Weißdorn)
  • Pulsatilla (Küchenschelle)
  • Sepia (Tinte des Tintenfischs)
  • Zusätzlich gibt es bewährte Komplexmittel bei zu niedrigem Blutdruck.