Gut- und bösartig eindeutig erkennbar

Eine in Österreich von der MedUni Wien in Kooperation mit dem Diagnostikum Graz durchgeführte Studie an rund 300 Probandinnen zeigt eindrücklich, dass die Methode der Magnetresonanztomographie (MRT) die beste Wahl bei der Aufklärung unklarer Ergebnisse bei Mammographien darstellt. Damit ist die MRT eine optimale und befundmäßig absolut gleichwertige Alternative zur schmerzhaften Gewebsentnahme (Biopsie). Zudem wurden in rund 5 % der Fälle bis dahin nicht entdeckte, bösartige Tumore identifiziert.

Der Vorteil für Betroffene in Österreich: Patientinnen, bei denen der Befund aus Mammographie und Brust-Ultraschall im Rahmen des Früherkennungs-Programms für Brustkrebs auffällig, jedoch nicht eindeutig war (BI-RADS 0), können in Österreich auf Kosten der Krankenkassen ein MRT der Brust zur weiteren Abklärung anfordern. Damit hat Österreich, auch international gesehen, eine Vorreiterrolle in der Früherkennung von Brustkrebs.

Quelle: PLOS Pathogens, Nov. 2017