Die rheumatoide Arthritis ist eine chronische Erkrankung, die durch eine unkontrollierte Entzündung der Gelenke gekennzeichnet ist. Daran sind mehrere Immunzelltypen beteiligt, wobei Makrophagen (= Zellen des Immunsystems) eine ganz entscheidende Rolle spielen. Forscher/-innen der MedUni Wien haben nun eine neuartige Makrophagen-Untergruppe entdeckt, die diese Entzündungen stark unterdrücken kann. In Kombination mit dem herkömmlichen Antirheuma-Medikament Methotrexat könnte das künftig eine völlig neue Therapie-Option ergeben. Man fand nämlich ebenfalls heraus, dass Methotrexat die Bildung dieser Makrophagen fördert. Um Methotrexat punktgenau zu diesen Makrophagen zu transportieren und seine Nebenwirkungen zu reduzieren, wurde bereits eine neuartige Methotrexat-Formulierung entwickelt, die auch im Tiermodell gute Erfolge zeigte. Hier könnte eine neuartige Arzneimittelkombination aus Biologika und herkömmlichen Arzneistoffen zum Tragen kommen.

(Front. Immunol., 2018)