Den meisten ist gar nicht bewusst, dass Schwitzen gesund ist. Dabei werden nämlich Giftstoffe aus dem Körperbefördert und Glückshormone ausgeschüttet. Übermäßiges Schwitzen kann im Alltag allerdings stören. Was kann man dagegen tun?

Schwitzen ist gesund und macht auch noch schön.

In erster Linie übernimmt das Schwitzen eine Schutzfunktion für unseren Körper. Wenn es heiß ist oder wir uns körperlich anstrengen, muss die Körpertemperatur dennoch konstant bei 37Grad Celsius liegen. Das funktioniert, in-dem Schweiß produziert wird, was den Körper herunterkühlt. Daneben hat das Schwitzen noch weitere Funktionen: Einerseits werden mit dem Schweiß Gift-stoffe abtransportiert, wodurch Stoff-wechsel und Organismus unterstützt werden. Denn wenn freie Radikale, Harnstoff, Säure und Alkohol den Kör-per verlassen, atmet unser Organismus förmlich auf. Andererseits produzieren die Schweißdrüsen ein antimikrobielles Peptid (Dermicidin), das die Anzahl der Keime auf der Hautoberfläche reduziert. Daneben hat das Schwitzen auch positive Effekte auf unser Äußeres: Die Durchblutung wird angeregt, der Teint wirkt strahlender und Hauttrockenheit sowie -unreinheiten wird vorgebeugt. Ein weiterer Pluspunkt beim Schwitzen: Endorphine (Glückshormone) werden ausgeschüttet. Als Folge fühlen wir uns freier und entspannter!

Übermäßiges Schwitzen kann für Betroffene sehr unangenehm sein.

Wer dagegen übermäßig und scheinbargrundlos schwitzt, leidet im Alltag meistdarunter. Seien es unschöne Schweißflecken unter den Achseln oder feuchte Hände bei der Begrüßung: Viele Betrof-fene schämen sich, wenn sie offensichtlich leichter ins Schwitzen geraten als andere. Doch was steckt dahinter? Eine übermäßige Schweißproduktion kann durch Übergewicht oder Anspannung ausgelöst werden. Aber auch Funktionsstörungen der Schilddrüse sowie Erkrankungen wie Diabetes können mit vermehrtem Schwitzen einhergehen. Daneben können die hormonelle Umstellung im Zuge der Wechseljahre, Leber- oder Nierenprobleme sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen mögliche Ursachen sein. Betroffene sollten auf scharfes oder salziges Essen verzichten: Wer leicht schwitzt, sollte Chili und Speisesalz in großen Mengen vermeiden und auch Kaffee, Tee und Alkohol nur in Maßen genießen. Stattdessen sollte lieber auf Zitronen und Feigengesetzt werden. Zusätzlich können auch sanfte Mittel aus der Pflanzenmedizin Abhilfe schaffen: Salbeiextrakt hat sich hierbei besonders bewährt.

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