Aleve Schmerztabletten

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Zur Linderung von leichten bis mittelschweren Schmerzen, insbesondere Rücken-, Nacken-, Muskel- und Kopfschmerzen.
Schmerzen im Magen-Darmbereich stellen keine Indikation für Naproxen Natrium dar.

Kategorie: Artikelnr.: 3924704 Marke:

Beschreibung

Was sind Aleve – Filmtabletten und wofür werden sie angewendet?
Naproxen Natrium, der Wirkstoff von Aleve – Filmtabletten, gehört zu der Gruppe der nicht
steroidalen (= “cortisonfreien“) Arzneimittel (NSAR), die schmerzstillend, fiebersenkend und
entzündungshemmend wirken.
Zur Linderung von leichten bis mittelschweren Schmerzen wie zum Beispiel
– Kopfschmerzen
– Zahnschmerzen
– Rückenschmerzen
– Menstruationsbeschwerden
– Schmerzen bei Erkältungskrankheiten
Schmerzen im Magen-Darm-Trakt dürfen nicht mit Naproxen behandelt werden.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Aleve – Filmtabletten beachten?
Aleve – Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden,
– wenn Sie allergisch gegen Naproxen oder einen der in Abschnitt 6. genannten
sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Diese Überempfindlichkeit kann sich
zeigen als Asthmaanfall, Atemnot, mit oder ohne (ev. juckenden) Hautrötungen (z.B.
Nesselausschlag) oder durch schnupfenähnliche Reaktionen der Nasenschleimhäute
(verstopfte oder rinnende Nase)
– wenn Sie überempfindlich auf Arzneimittel reagieren, die Acetylsalicylsäure oder dem
Wirkstoff Naproxen ähnliche Substanzen enthalten (sog. „NSAR“ = Nicht-Steroidale
Anti-Rheumatika). Dies gilt auch, wenn Sie früher einmal auf solche Substanzen
überempfindlich reagiert haben!
– wenn Sie an einer Bluterkrankung leiden (z.B. Blutbildungsstörungen, Störung der
Bildung des roten Blutfarbstoffes, krankhaft vermehrte Blutungsneigung)
– wenn Sie an einer schweren Herzmuskelschwäche leiden
– wenn Sie an einem aktiven Geschwür oder einer Blutung im Bereich des Magen-DarmTraktes leiden
– wenn Sie an wiederkehrenden Magen- und/oder Darmgeschwüren oder Blutungen
leiden (bereits zwei- oder mehrmals an einem Geschwür oder einer Blutung litten)
– wenn Sie an Magen- oder Darm-Blutungen oder einem Magen- oder Darmdurchbruch
leiden oder gelitten haben, die durch die Einnahme von NSAR -wie Aleve- verursacht
wurden
– wenn Sie an einer Hirnblutung leiden
– wenn Sie derzeit unter einer anderen akuten starken Blutung leiden
– wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden
– wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden
– ab dem 6. Schwangerschaftsmonat und während der Stillzeit (siehe „Schwangerschaft,
Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“)
– von Kindern bis zum 12. Lebensjahr, bzw. Personen unter 50 kg Körpergewicht, da der
Wirkstoffgehalt der Filmtablette für sie zu hoch ist.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Aleve – Filmtabletten
einnehmen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von ALEVE – Filmtabletten ist erforderlich,
– wenn Sie in Kombination mit Aleve – Filmtabletten Arzneimittel einnehmen, die das
Risiko eines Magen-Darm-Geschwürs oder einer Magen-Darm-Blutung erhöhen. Sie
sollten in diesem Fall Aleve – Filmtabletten nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen
(siehe Abschnitt 2 „Einnahme von Aleve – Filmtabletten zusammen mit anderen
Arzneimitteln“).
– bei älteren Personen (über 65 Jahre): Die möglichen Nebenwirkungen – insbesondere
seitens des Verdauungstraktes (die auch tödlich sein können) – sind bei älteren
Personen häufiger und verlaufen gefährlicher – weshalb Sie, wenn Sie bereits älter sind,
die Behandlung mit der niedrigsten noch wirksamen Dosis beginnen sollten (siehe
Abschnitt 3 „Wie sind Aleve – Filmtabletten einzunehmen?“ und Abschnitt 4 „Welche
Nebenwirkungen sind möglich?“).
– bei Herz-Kreislauferkrankungen: Wenn Sie an Bluthochdruck und/oder Herzschwäche
leiden oder gelitten haben. Es kann unter der Einnahme von Aleve – Filmtabletten zur
Vermehrung von Flüssigkeit im Körper kommen (Flüssigkeitsretention, Ödeme) –
Blutdruckerhöhung und erhöhte Herzbelastung sind mögliche Folgen.
Die Anwendung von Arzneimitteln wie Aleve – Filmtabletten könnte mit einem
geringfügig erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden

sein. Jedes Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung und Dauer der Anwendung.
Steigern Sie daher nicht die Ihnen empfohlene Dosierung und/oder Therapiedauer.
Naproxen kann die gerinnungshemmende Wirkung von Acetylsalicylsäure
abschwächen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie mit Acetylsalicylsäure
behandelt werden und beabsichtigen Naproxen einzunehmen.
Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder
denken, dass bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für diese Umstände vorliegt (wie z.B.:
Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte oder wenn Sie RaucherIn sind),
sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder ApothekerIn über diese Behandlung.
– bei Erkrankungen der Atemwege: Wenn Sie an Asthma oder Allergien (z.B.
Heuschnupfen, chronischer Nasenschleimhautschwellung, anderen Schwellungen von
Haut und Schleimhäuten, Nesselausschlag) oder chronisch verengenden Erkrankungen
der Atemwege leiden oder litten, kann ein Asthmaanfall (Atemnot) ausgelöst werden.
Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, falls Sie solche Reaktionen bereits bei der
Einnahme von anderen NSAR beobachtet haben.
– bei Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt: Unter der Behandlung mit nicht-steroidalen
Antirheumatika (NSAR) wie Aleve – Filmtabletten werden Blutungen, Geschwüre und
Durchbrüche im Verdauungstrakt – die auch tödlich verlaufen können – beobachtet.
Diese Nebenwirkungen können mit aber auch ohne vorherige Warnsymptome plötzlich
auftreten. Falls Sie bereits einmal an einer entsprechenden Erkrankung, z.B. einem
Magengeschwür, gelitten haben, achten Sie bitte besonders auf Schmerzen im Bauch
oder Schwarzfärbung des Stuhls, unterbrechen Sie bei Verdachtsfall auf ein erneutes
Geschwür die Einnahme sofort, und wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin.
– bei chronischen Erkrankungen des Darmtraktes:
Wenn Sie unter chronisch entzündlichen Erkrankungen wie z.B. Morbus Crohn oder
Colitis ulcerosa leiden, kann durch Aleve – Filmtabletten eine Verschlimmerung
ausgelöst werden – weshalb Sie die Einnahme nicht ohne vorherigen ärztlichen Rat
beginnen sollten.
– bei Erkrankungen der Nieren: Wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden wird
Ihr Arzt/Ihre Ärztin entscheiden, ob Sie Aleve – Filmtabletten einnehmen sollen und wird
gegebenenfalls bestimmte Laborkontrollen anordnen.
– bei Erkrankungen der Leber: Wenn Sie an eingeschränkter Leberfunktion leiden wird Ihr
Arzt/Ihre Ärztin entscheiden, ob Sie Aleve – Filmtabletten einnehmen sollen und wird
gegebenenfalls bestimmte Laborkontrollen anordnen.
– bei Operationen: Unmittelbar nach größeren Operationen wird ebenfalls eine sorgfältige
Überwachung (des Mineralstoff- und Wasserhaushaltes bzw. der Nierenfunktion)
empfohlen.
– bei Erkrankungen der Haut: Sehr selten wurden durch NSAR (Nicht-Steroidale AntiRheumatika) wie Aleve – Filmtabletten schwere, manchmal tödlich verlaufende
Hauterkrankungen mit entzündlichen Hautveränderungen und/oder Blasenbildung und
Blutungen ausgelöst (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
Wenn Ihnen Hautreaktionen wie z.B. ungewöhnliche Rötung, Flecken oder Blasen
auffallen, unterbrechen Sie die Einnahme von Aleve – Filmtabletten, und wenden Sie
sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin.
– nach einer Geburt: Im Wochenbett ist die Anwendung von Arzneimitteln mit dem
Wirkstoff Naproxen nicht zu empfehlen, weil es zu einer Verzögerung der Rückbildung
der Gebärmutter kommen kann.
– bei starker Menstruationsblutung: Bei krankhaft verstärkter und verlängerter
Menstruationsblutung sollten Aleve – Filmtabletten wegen möglicher Beeinträchtigung
der Blutgerinnung nur mit Vorsicht angewendet werden.
– bei Erkrankungen des Immunsystems: Bei bestimmten Störungen des Immunsystems
(„Autoimmunerkrankungen“) wie z.B. Lupus erythematodes kann es durch die Einnahme
von NSAR zu Hirnhautentzündungen oder Nierenfunktionsstörungen kommen. Falls Sie
unter einer Autoimmunerkrankung leiden, sollten Sie daher Aleve – Filmtabletten nur
nach Besprechung mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin einnehmen und auf Beschwerden wie
Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit oder Verminderung der Harnausscheidung achten.
– bei Stoffwechselerkrankungen: Bei einer Störung der Biosynthese des roten
Blutfarbstoffes (Porphyrie) dürfen Aleve – Filmtabletten nur unter ärztlicher Aufsicht
eingenommen werden

Allgemeine Informationen

Überempfindlichkeitsreaktionen
Bei ersten Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Gesichtsschwellungen,
Schwellungen in den Atemwegen (z.B. Kehlkopfschwellung), Luftnot, Asthma, Herzjagen,
Hautreaktionen (z.B. Juckreiz, Rötung, Hautausschlag, Nesselausschlag) und/oder
Blutdruckabfall ist die Anwendung des vermutlich auslösenden Arzneimittels zu beenden
und sofort ein Arzt/eine Ärztin zu verständigen.
Bei PatientInnen mit Asthma, allergischem Schnupfen (z.B. Heuschnupfen), Schwellungen
der Nasenschleimhaut (z.B. Nasenpolypen), chronisch obstruktiver Lungenkrankheit oder
chronischen Atemwegsinfektionen werden Überempfindlichkeitsreaktionen auf NSAR
häufiger beobachtet als bei anderen Personen – sie sind jedoch auch ohne entsprechende
Vorgeschichte möglich.
Schmerzbehandlung und Begleiterkrankungen
Wenn sich während der Behandlung mit Naproxen Ihr allgemeines Befinden nicht bessert,
bzw. Sie weiterhin unter Schmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit oder anderen
Krankheitszeichen leiden sollten, fragen Sie bitte Ihren Arzt/Ihre Ärztin um Rat. Die
Anwendung/Einnahme von Schmerzmitteln kann aufgrund der Schmerzlinderung und
Hemmung der Entzündungszeichen eventuelle Warnhinweise einer Erkrankung
verschleiern. Es könnte sein, dass Sie außer der Schmerzbehandlung eine zusätzliche
Therapie benötigen.
Kopfschmerz durch Schmerzmittel:
Bei längerdauernder, hochdosierter Einnahme von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen
auftreten, die nicht durch vermehrte Anwendung von Schmerzmitteln behandelt werden
dürfen.
Nierenschäden durch Schmerzmittel:
Die gewohnheitsmäßige Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln über längere Zeit kann
zu einer dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen.
Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft oder in der Vergangenheit auf
Sie zugetroffen hat, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.

Laborbefunde
Falls vom Arzt/von der Ärztin Kontrollen des Blutbildes, der Blutgerinnung sowie der Leberund Nierenfunktion, augenärztliche Kontrollen sowie eventuelle weitere
Kontrolluntersuchungen (z.B. Blutspiegelbestimmung bestimmter Arzneimittel) angeordnet
werden, sind diese unbedingt einzuhalten. Dies gilt insbesondere bei PatientInnen mit
Leberfunktionsstörungen, Herzschwäche, Bluthochdruck oder Nierenschäden.
Falls bei Ihnen eine Untersuchung der Nebennierenfunktion durchgeführt werden soll, muss
die Einnahme von Aleve – Filmtabletten mindestens 3 Tage vorher (vorübergehend)
unterbrochen werden, da sonst das Ergebnis der Tests beeinflusst werden kann. Auch
andere Laborwerte zur Bestimmung z.B. der Leber, Niere bzw. des Blutes können
beeinflusst werden.
Wenn Sie an Diabetes mellitus leiden und blutzuckersenkende Arzneimittel (z.B.
Sulfonylharnstoffderivate) einnehmen, muss der Blutzucker besonders sorgfältig überwacht
werden, damit eine möglicherweise verstärkte Blutzuckersenkung nicht übersehen wird.
Bei Auftreten von Magen-Darm- Blutungen sowie von Seh- und Hörstörungen müssen Aleve
– Filmtabletten sofort abgesetzt werden.
Einnahme von Aleve – Filmtabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen /
anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder
beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.
Fragen Sie vor der Einnahme von Aleve – Filmtabletten Ihren Arzt/Ihre Ärztin um Rat, falls
Sie bereits eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Einnahme von Aleve – Filmtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Das Konsumieren von alkoholischen Getränken während der Behandlung mit AleveFilmtabletten erhöht das Blutungsrisiko im Magen- Darm-Trakt und sollte daher vermieden
werden.
Die Aufnahme von Naproxen, dem Wirkstoff in Aleve-Filmtabletten, kann bei Einnahme zu
einer Mahlzeit leicht verzögert sein.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder
beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels
Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Während der ersten 6 Monate einer Schwangerschaft soll die Einnahme von AleveFilmtabletten möglichst vermieden werden und darf nur auf ausdrückliche ärztliche
Anordnung erfolgen.
Aleve-Filmtabletten dürfen in den letzten 3 Monaten einer Schwangerschaft nicht
eingenommen werden. Es besteht die Gefahr von Fehlentwicklungen im Kreislaufsystem
beim Kind und die Gefahr von Geburtsverzögerungen sowie verstärkter Blutungen bei der
Geburt.

Stillzeit
Da Naproxen in die Muttermilch übertritt, dürfen Aleve – Filmtabletten in der Stillzeit nicht
eingenommen werden.
Kinderwunsch
Aleve-Filmtabletten sollen nicht von Frauen eingenommen werden, die schwanger werden
möchten, da der Wirkstoff Naproxen – wie alle NSAR – die Fruchtbarkeit beeinträchtigen
kann.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und
Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Der Wirkstoff Naproxen hat geringen bis mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und
die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Falls allerdings Nebenwirkungen wie z.B. Sehstörungen, Schwindel oder Müdigkeit
auftreten, müssen Sie Tätigkeiten unterlassen, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern (z.B.
die Teilnahme am Straßenverkehr sowie das Bedienen von Maschinen oder gefährlichen
Werkzeugen), da Sie in diesem Fall auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr
schnell und gezielt genug reagieren können.
Aleve – Filmtabletten enthalten Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro
Tablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie sind Aleve – Filmtabletten einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben
bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt
oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Zum Einnehmen.
Nehmen Sie Aleve – Filmtabletten im Ganzen zu den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit ein.
Aleve – Filmtabletten entfalten ihre Wirksamkeit rascher, wenn sie auf nüchternen Magen
eingenommen werden. Für PatientInnen, die einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt
es sich, Aleve – Filmtabletten während der Mahlzeiten einzunehmen.
Aleve – Filmtabletten sind (wie alle NSAR) so gering wie zur Schmerzbehandlung eben nötig
zu dosieren und für die kürzest mögliche Zeit einzunehmen. Diese Vorsichtsmaßnahme hilft,
eventuelle Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Jugendliche ab dem vollendeten 12. Lebensjahr und mit mindestens 50 kg
Körpergewicht und Erwachsene:
1 Filmtablette alle 8 – 12 Stunden.
Die Tagesdosis von 3 Filmtabletten darf ohne ärztliche Anweisung nicht überschritten
werden.

Kinder bis 12 Jahre sowie Personen unter 50 kg Körpergewicht
Auf Grund des hohen Wirkstoffgehaltes sind Aleve – Filmtabletten für die Anwendung bei
diesen Patientengruppen nicht geeignet, da nicht nach Körpergewicht dosiert werden kann.

Besondere Patientengruppen
Ältere PatientInnen (über 65 Jahre)
Eine sorgfältige Überwachung durch Ihren Arzt/Ihre Ärztin ist erforderlich. Bei älteren
PatientInnen ist es besonders wichtig, die geringste noch wirksame Dosis von Aleve –
Filmtabletten zu wählen. (siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Einnahme von Aleve –
Filmtabletten beachten?“)
PatientInnen mit Leberfunktionsstörungen
Bei PatientInnen mit Leberfunktionsstörungen besteht die Gefahr einer Überdosierung bei
Anwendung von Aleve – Filmtabletten. Daher ist die geringste noch wirksame Dosis von
Aleve – Filmtabletten zu wählen. Eine sorgfältige Überwachung durch Ihren Arzt/Ihre Ärztin
ist erforderlich.
Wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden, dürfen Sie Aleve – Filmtabletten
nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Einnahme von Aleve –
Filmtabletten beachten?“).
PatientInnen mit Nierenfunktionsstörungen
Wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden, wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin gegebenenfalls
die Dosis von Aleve -Filmtabletten reduzieren.
Wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden, dürfen Sie Aleve – Filmtabletten
nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Einnahme von Aleve –
Filmtabletten beachten?“).
Aleve – Filmtabletten dürfen ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4 Tage eingenommen
werden. Wenn in den ersten 4 Tagen keine Besserung eintritt, soll ebenso ein Arzt zu Rate
gezogen werden.
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Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die
Wirkung von Aleve zu stark oder zu schwach ist.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht
bei jedem auftreten müssen.
Die Aufzählung der folgenden unerwünschten Wirkungen umfasst alle bekannt gewordenen
Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Naproxen, auch solche unter hochdosierter
Langzeittherapie bei RheumapatientInnen.
Bei den folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass
sie überwiegend dosisabhängig und von PatientIn zu PatientIn unterschiedlich sind.
Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt.
Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Durchbrüche (Perforationen) oder
Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren PatientInnen (s.
Abschnitt 2). Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung,
Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, Entzündung der
Mundschleimhaut mit Bildung von Geschwüren (Stomatitis) und Verschlimmerung von
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entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis und Morbus Crohn) sind nach Anwendung
berichtet worden. Weniger häufig wurde Magenschleimhautentzündung beobachtet.
Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhängig vom
Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
Wasseransammlungen, Bluthochdruck und Herzschwäche wurden im Zusammenhang mit
NSAR-Behandlung berichtet.
Die Anwendung von Arzneimitteln wie Aleve – Filmtabletten könnte mit einem geringfügig
erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.
Beim Auftreten dieser möglichen Anzeichen ernster Nebenwirkungen unterbrechen
Sie bitte die Anwendung des Arzneimittels und suchen Sie unverzüglich ärztlichen

Rat:
– Atemnot
– Starker Blutdruckabfall
– Beeinträchtigungen des Bewusstseins oder starke bzw. zunehmende Beeinträchtigung
des Allgemeinbefindens
– Schwellungen im Gesicht oder Rachen, Schluckbeschwerden
– (Juckende) Hautausschläge, Rötung, Bläschen oder Blutungen der Haut
– Lokale schmerzhafte, überwärmte Rötung und Schwellung, ev. mit Fieber
– Starke Kopf- oder Bauchschmerzen – insbesondere bei plötzlichem Auftreten
– Bluterbrechen oder kaffeesatzartiges Erbrechen
– Blutiger oder schwarzer Stuhl
– Herzbeschwerden (Schmerzen in der Brust)
– Starke Abgeschlagenheit mit Appetitlosigkeit, mit oder ohne Gelbfärbung von Haut und
Augen
– Nackensteifigkeit mit Kopfschmerzen
– Sehstörungen oder Hörstörungen
– Grippeartige Beschwerden, Wunden im Mund, Halsentzündung und Nasenbluten.
Folgende Nebenwirkungen können außerdem auftreten:
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
– Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit
– Verdauungsstörungen, Übelkeit, Sodbrennen, Magenschmerzen
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
– Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag, Juckreiz, Hautblutungen,
Schwellungen
– Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit, Müdigkeit, Schläfrigkeit
– Sehstörungen
– Magen-Darm-Geschwüre (unter Umständen mit Blutung und Durchbruch),
Bluterbrechen, Teerstuhl (=Blutstuhl) oder blutiger Durchfall; Verstopfung, Durchfall,
Völlegefühl
– Ausschlag, Juckreiz, Nesselausschlag
– Muskelschmerzen, Muskelschwäche
Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
– Erbrechen, Magen-Darm-Blutungen
– Hautschwellungen, erhöhte Lichtempfindlichkeit
– Verminderung der Harnausscheidung. Ausbildung von Schwellungen (besonders bei
PatientInnen mit Bluthochdruck oder Nierenversagen)
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– Fieber und Kältegefühl
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
– ist in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR eine
Verschlechterung infektiöser Erkrankungen beschrieben worden. Dies steht
möglicherweise im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus der NSAR.
– Störungen des Blutbildes (Verminderung von roten oder Verminderung oder
Vermehrung von bestimmen weißen Blutkörperchen, Verminderung von Blutplättchen
oder Verminderung aller Blutzellen)
– Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Blutdruckabfall und
Schockzuständen mit tödlichem Ausgang, Mitbeteiligung des Atemtraktes mit
Verengung der Bronchien
– Psychiatrische Störungen, Depression, Albträume, Konzentrationsstörungen
– Krampfanfälle
– Bestimmte Form der Gehirnhautentzündung bei PatientInnen mit Störungen des
Immunsystems (SLE, mixed connective tissue disease); Gedächtnisstörungen,
Krämpfe
– Entzündungen des Sehnervs
– Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen, Schwindel
– Herzschwäche, Lungenstau, Herzklopfen
– Bluthochdruck, Entzündung der Blutgefäße
– Mitbeteiligung des Atemtraktes mit Verengung der Bronchien, Atemnot, bestimmte
Form der Lungenentzündung
– Entzündung von Bauchspeicheldrüse, Dickdarm, Mundschleimhaut, Speiseröhre;
Entzündung mit Geschwüren in Mundschleimhaut oder Magen-Darm-Trakt
– Leberschädigung besonders nach Langzeittherapie, Leberentzündung (auch mit
tödlichem Ausgang), Gelbsucht
– schwere, manchmal tödlich verlaufende Hauterkrankungen mit entzündlichen
Hautveränderungen und/oder Blasenbildung und Blutungen; schwere Hautreaktionen
mit erhöhter Empfindlichkeit auf Sonnenlicht; Knötchenflechte, fleckiger
Hautauschlag, Pustelausschlag, Hautblutungen; Haarausfall (meist reversibel =
vorübergehend); Hautrötung, Schwitzen
– ist im zeitlichen Zusammenhang mit der allgemeinen Anwendung von NSAR eine
Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z. B. Entwicklung einer
gewebszerstörenden Entzündung im Bereich des Muskelbindegewebes) beschrieben
worden.
– Nierenschäden, insbesondere bei Langzeittherapie; Erhöhung des
Harnsäurespiegels im Blut; Nierenfunktionsstörung, Nierenentzündung, akutes
Nierenversagen, Blut oder Eiweiß im Harn, Schwellungen der Gliedmaßen
– Entwicklungsstörung im Kreislaufsystem des Ungeborenen (vorzeitiger Verschluss
des Ductus arteriosus)
– Vorübergehende weibliche Unfruchtbarkeit
– Schwellungen, Durst, Krankheitsgefühl
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
– Linsen- und Sehnervschwellung, Hornhauttrübung
– Beeinflussung von Laborbefunden

Was Aleve – Filmtabletten enthalten
Der Wirkstoff ist: Naproxen
1 Filmtablette enthält 220 mg Naproxen Natrium (entspricht 200 mg Naproxen).
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern:
Mikrokristalline Cellulose
Magnesiumstearat
Povidon K 30
Talk
Tablettenüberzug:
Farbstoffe (E 132, E 171).