Mit dem Frühling beginnt für viele Menschen die Pollensaison. Typische Symptome wie Niesen, tränende Augen oder eine verstopfte Nase sind bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, dass Pollenallergien auch mit Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel einhergehen können. Man spricht hier von einer sogenannten Kreuzallergie oder fachlich von einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie.
Die Ursache liegt in ähnlich aufgebauten Eiweißen (Proteinen). Das Immunsystem erkennt bestimmte Bestandteile in Lebensmitteln als „verwandt“ mit den Pollenallergenen und reagiert entsprechend. Besonders häufig tritt dieses Phänomen bei einer Birkenpollenallergie auf. Betroffene reagieren dann oft auch auf rohe Äpfel, Haselnüsse, Karotten oder Steinobst.
Die Beschwerden zeigen sich meist im Mund- und Rachenraum, etwa durch Juckreiz, Kribbeln oder leichte Schwellungen. In vielen Fällen sind die Reaktionen eher mild. Da die auslösenden Eiweiße häufig hitzeempfindlich sind, werden gekochte oder verarbeitete Lebensmittel oft besser vertragen als rohe Varianten.
Wichtig ist: Kreuzallergien können individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Während manche Betroffene nur leichte Symptome verspüren, reagieren andere empfindlicher. Bei unklaren Beschwerden oder stärkeren Reaktionen sollte daher eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge hilft, Beschwerden gezielter einzuordnen und den Alltag in der Pollensaison bewusster zu gestalten.

